Parasiten bei Haustieren

Ob Hund und Katze oder Kleintiere und Vögel: Die meisten Haustiere können von Parasiten befallen werden. Diese kleinen Eindringlinge sind in aller Regel schwer zu entdecken, für das Tier bedeuten sie jedoch in der Mehrheit der Fälle Stress und ernsthafte gesundheitliche Gefahren. So können Parasiten unter anderem für Blutverlust sorgen, vor allem bei kleinen Tieren ist diese Gefahr nicht zu unterschätzen. Darüber hinaus übertragen sie auch diverse Krankheiten oder können zu sonstigen Schädigungen führen.

Um einen Parasitenbefall festzustellen ist es sinnvoll, das Verhalten des Tieres genau zu beobachten. Wenn sich Hund und Katze beispielsweise sehr oft kratzen oder allgemein Unruhe zeigen, kann dies ein Anzeichen für einen Parasitenbefall sein. Auch kleine Bisswunden oder Verkrustungen können auf blutsaugende Parasiten hindeuten.

Auch bei Vögeln kann es zu Unruhe kommen, je nach Milbenart kann ein Vogel aber auch tagsüber besonders erschöpft wirken und mehr Ruhepausen einlegen. Die Rote Vogelmilbe zum Beispiel nähert sich den Tieren hauptsächlich nachts und raubt ihnen den Schlaf, daraus resultiert dann, dass man es tagsüber mit einem ungewöhnlich ruhigen und müden Tier zu tun hat. Auch bei den gefiederten Mitbewohnern können häufiges Putzen und Kratzen auf Parasiten hindeuten. Bei den sogenannten Grab- oder Räudemilben, die zum Beispiel bei Wellensittichen auftreten können, kommt es nach einiger Zeit zu Ablagerungen und schließlich zu Schädigungen an den Füßen und dem Schnabelhorn. Federlinge dagegen ernähren sich von den Federn der Tiere, dementsprechend sieht ein befallener Vogel schließlich zerrupft aus und das Gefieder weist Schäden auf.

Andere Anzeichen für Parasitenbefall sind auch leicht mit den Symptomen einer Erkrankung zu verwechseln, weil sie sich zu sehr ähneln. Dazu zählen zum Beispiel allergische Reaktionen oder Anzeichen einer Vergiftung. Nicht immer ist hier eine Infektion schuld oder das Tier hat tatsächlich etwas Giftiges gegessen, auch ein Befall mit Würmern oder Milben kann die Ursache sein. Auf Würmer kann auch das Vorhandensein von Erbrechen, Durchfall, Abgeschlagenheit oder Ausgezehrtheit hin deuten.

Die Symptome fallen also je nach Haustier und Art des Parasiten unterschiedlich aus und müssen nicht sofort ein deutlicher Hinweis darauf sein, von welchen kleinen Quälgeistern ein Tier befallen ist. Gerade für häufiges Kratzen könnten sowohl Milben als auch Flöhe oder Läuse verantwortlich sein.

Grundsätzlich besteht bei Parasiten das Problem, dass sie schwer zu erkennen sind. Die kleinen Eindringlinge verstecken sich zwischen Fell oder Gefieder, bei Vögeln tagsüber auch in den Käfigritzen. Läuse und Flöhe sind dagegen zumindest auffindbar, ebenso Zecken.

Vorbeugen kann man Parasiten mit regelmäßigen Entwurmungen, gegen Zecken helfen bei Säugetieren spezielle Schutzpräparate.

Bei Vögeln werden Parasiten in aller Regel von Tieren eingeschleppt, die neu im Schwarm sind oder durch neue Käfigeinrichtung, die betroffen ist. Hier ist die beste Vorbeugemaßnahme, neue Tiere zunächst einzeln zu halten und Käfig, Käfigeinrichtung und Landeplätze regelmäßig zu säubern und am besten auch zu desinfizieren.

Da Parasiten so schwer zu entdecken und die Anzeichen nicht immer eindeutig sind, ist es beim Auftreten entsprechender Verhaltensänderungen sinnvoll, einen Tierarzt aufzusuchen und kein Risiko einzugehen. Der Tierarzt kann mit Sicherheit abgrenzen, ob Parasiten oder eine Infektion hinter den Symptomen stecken. Je nach Diagnose kann er auch gleich ein entsprechendes Mittel verschreiben, um die ungebetenen Gäste schnell wieder loszuwerden.

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